Herr Wyduch berät SchülerInnen bei der Berufswahl

Zuletzt aktualisiert: 30 Januar 2020

Der Unternehmensberater Johann Wyduch berät ehrenamtlich die Schüler und Schülerinnen des Cornelius-Burgh-Gymnasiums bei Ihrer Berufswahl.  
Mit seiner langjährigen Berufserfahrung bietet Herr Wyduch im Coaching-Gespräch für die Schüler und Schülerinnen eine erste Orientierung, welche Möglichkeiten es auf dem unüberschaubaren Berufsmarkt gibt. Im Gespräch sollen die Schülerinnen und Schülern sich ihrer individuellen Interessen, Kompetenzen und Stärken bewusst werden, um den Blick für ihr berufliches Potential entsprechend ihrer Kompetenzen, Anlagen und Fähigkeiten zu schärfen...

Handlungsempfehlungen zur persönlichen Berufswahl
Die Wahl seines persönlichen Berufs ist ein komplexer Prozess in einer vernetzten Welt. Früher waren die Entscheidungsprozesse monokausal und linear: Eltern, Verwandte oder Freunde führten einen Beruf aus, der einem jungen Menschen gefiel und er/sie haben sich dann auch dafür entschieden oder wurden sogar von den Eltern bestimmend hineingeführt.
Heute ist die Berufssituation vernetzt und komplex: Die Berufe der Eltern und Verwandten liegen jungen Menschen vielleicht nicht mehr. Desweiteren ändern sich die Berufe inhaltlich sehr stark und viele Berufsinhaber sind unzufrieden mit ihrer Situation. Zusätzlich wird von ihnen in jeder Hinsicht Flexibilität und Mobilität erwartet.

Dazu drei Beispiele aus verschiedenen Berufsfeldern:
•    Facharbeiter Schweißer (Mensch mit Qualifikation) wird ersetzt durch Schweißroboter (Maschine). Der Mitarbeiter wird an einen anderen Arbeitsplatz angelernt oder springt zwischen verschiedenen Arbeitsplätzen.
•    Bankkaufmann (Erfahrener Berater/Beraterin in der Kreditvergabe mit hoher Entscheidungsverantwortung) wird durch Computersoftware (mathematische Algorithmen) im Entscheidungsprozess ersetzt. Die Tätigkeit wird auf die Eingabe von Daten in einen Rechner und die Kommunikation der Ergebnisse reduziert.
•    Softwareentwickler in bestimmten Prozessen sind hoch gefragt, solange sie sich ständig umschauen und in den richtigen Softwareprodukten weiterqualifizieren.
•    Bleiben sie zu lange auf gleichem Qualifikationsstand und verpassen die ständige Entwicklung in neue Softwareprodukte, droht sehr schnell das Ende der Karriere.

Meine Erfahrung zeigt, dass vor dem eigentlichen Auswahlprozess eigene Gedanken zur Zielbildung einer Berufsentscheidung sinnvoll sind:
1.    Seine persönlichen Stärken und besondere Fähigkeiten erkennen und die Berufswahl danach ausrichten, dass diese Stärken eingebracht und weiterentwickelt werden können
2.    Ziele und Sinnhaftigkeit seines zukünftigen, beruflichen Handelns für sich klären
3.    Beruf und seinen sozialen Status in Einklang bringen
4.    Berufswahl so treffen, dass ein Wechsel in andere Berufsfelder ohne großen Aufwand möglich ist, wenn der Beruf durch Roboter, Software oder künstliche Intelligenz mittelfristig droht ersetzt zu werden
5.    Im digitalen Zeitalter ist lebenslanges Lernen erforderlich
6.    Sich selbst und seiner Zukunft trotz schnellem Wandel Vertrauen entgegen bringen.
 
Es ist sinnvoll und hilfreich, im Prozess der Berufswahl, in Gesprächen mit verschiedenen Personen Unterstützung zu suchen.
Das Ziel meiner Gesprächsführung ist es, Unterstützung in den Punkten 1 und 4 zu geben. Anhand eines Handlungspräferenztests führe ich die Schüler in einem ersten Coaching-Gespräch zur Erkenntnis ihrer Handlungspräferenzmuster. Daraus ergibt sich eine erste Eingrenzung von Berufsfeldern. Das Gespräch endet mit einer groben Sammlung von Berufen in verschiedenen Berufsfeldern. Ergänzend stelle ich ein einfaches Entscheidungswerkzeug zur ersten Vorauswahl zur Verfügung. Wichtig ist mir dabei, dass die Auseinandersetzung mit den Berufsfeldern und die Berufswahl vom Schüler selbst erarbeitet wird. Meine Unterstützung in diesem Prozess besteht darin, über geeignete Fragen neue
Sichtweisen und Erkenntnisfortschritte zu generieren. Nach dem ersten Gespräch besteht die Möglichkeit für meine Gesprächspartner, selbst eine Auswahl zu treffen oder mit einer engeren Auswahl von Berufen ein weiteres Gespräch mit mir zu suchen.
Bei den Punkten 2, 3 und 6 empfehle ich Gesprächspartner zu suchen, die einen gut kennen und zu denen man ein ausgeprägtes Vertrauensverhältnis hat. Punkt 5 erklärt sich von selbst.
Auf der Website der Arbeitsagentur gibt es Hilfestellung zur Erkundung der Berufsfelder (www.planet-beruf.de). Ist das Berufsfeld im ersten Schritt eingegrenzt, sollte im zweiten Schritt eine Analyse der möglichen Berufe auf Zukunftstauglichkeit erfolgen. Es ist sinnvoll diesen Prozessschritt einzuschalten, da viele Berufe in Zeiten von Industrie 4.0 und Künstlicher Intelligenz (KI) sehr starkem Wandel unterworfen sind. Von stetiger Veränderung bis zum vollständigen Ersetzen durch mathematische Algorithmen in Software-Prozessen ist alles möglich. Brüche in beruflichen Entwicklungsprozessen lassen sich dadurch reduzieren.