Im Bann des zwanglosen Zwangs des besseren Arguments

Zuletzt aktualisiert: 11 Februar 2019

Der Schulwettbewerb „Jugend debattiert“ am CBG: „Soll privates Silvester-Feuerwerk verboten werden?“ – Mit dieser Streitfrage eröffnete die Schulkoordinatorin Astrid Lowis-Auth den „Jugend debattiert“ Schulwettbewerb 2019 am Cornelius-Burgh-Gymnasium...

In der ersten Qualifikationsrunde diskutierten in zwei Debattenrunden zu vorgegebenen Regeln acht Klassensieger aus der Jahrgangsstufe 9 ihre kontroversen Argumente. Über drei Wochen sind die Debattanten im Deutschunterricht in einer entsprechenden Unterrichtsreihe auf diesen Entscheid vorbereitet worden. Beim Schulwettbewerb galt es für die Schüler und Schülerinnen nun, die qualifizierten Juroren im „Burgh-Keller“ des Gymnasiums von ihrem Argumentationstalent zu überzeugen. Die Jury, die sich aus der Deutschlehrerin Frau Schebesta und den erfahrenen Wettbewerbsteilnehmern des vergangenen Jahres Josefine Jakobs (Q2) und Alexander Lukas (Q2) zusammensetzte, beurteilte ihre Beobachtungen der ohne Gesprächsleiter 24 Minuten langen Debatten nach den Kriterien: Überzeugungskraft, Gesprächsfähigkeit, Sachkenntnis und Ausdrucksvermögen. Nach der Qualifikationsrunde traten dann vier Schülerinnen und Schüler zu einer weiteren Streitfrage an den Diskussionstisch. Jeder Debattanten hatte sich zuvor nicht nur auf die erste sondern auch auf die Finalfrage „Soll bundesweit ein Hundeführerschein für Hundehalter eingeführt werden?“ vorbereitet. Die Recherchearbeiten sind dabei im Vorfeld nicht zu verachten, da bis zum Wettkampf keiner der Teilnehmer weiß, ob die befürwortende oder die ablehnende Position eingenommen werden muss. Bewertet werden nämlich nicht die persönliche Meinung, sondern das Geschick und die Technik, mit der eine Position überzeugend vorgebracht wird. Ohnehin ist es taktisch immer sinnvoll, auch mögliche Gegenargumente bereits im Vorfeld zu kennen.

„Jugend debattiert“ ist ein Wettbewerbsprojekt der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, an dem das CBG bereits seit fünfzehn Jahren mit großem Erfolg teilnimmt und das mittlerweile deutschlandweit große Bedeutung erlangt hat. In NRW sind es dieses Jahr bereits 229 teilnehmende Schulen, die ihre besten Debattanten aus zwei Altersstufen in den Wettstreit schicken. Insgesamt hat die Projektschulung, die am CBG im Fach Deutsch in der 9. Klasse stattfindet und in unterschiedlichen fächern in der Oberstufe im Rahmen des jeweiligen Fachcurriculums vertieft wird, das Ziel, Schülerinnen und Schülern darin zu motivieren, sich zunächst mit schulischen und politischen Fragestellungen genauer auseinanderzusetzen, d.h. Sachkenntnis zu aktuell in unserer Gesellschaft diskutierten Themen zu gewinnen und eine differenzierte Meinung auszubilden. Diese üben sie, in argumentativen Auseinandersetzungen präzise und klar strukturiert auszudrücken sowie überzeugend zu verteidigen. Die Schülerinnen und Schüler bilden dabei aber auch ihre Gesprächsfähigkeit aus, indem sie trainieren, einander genau zuzuhören, an die Aussagen der anderen anzuknüpfen und auf sie einzugehen. Insgesamt dient das Projekt also einer Reihe von Grundlagen, die ihren Beitrag zu einer gesunden Demokratie ermöglichen.

Am CBG stellten die durchaus kontroversen und vielseitigen Debatten die Juroren vor teils schwierige Aufgaben und Entscheidungen. Letztendlich kristallisierten sich jedoch zwei Sieger und ihre Vertreter heraus, die von dem Schulleiter Herr Boidol mit entsprechenden Urkunden geehrt wurden. Für die nächste Runde qualifizierten sich Henrik Müller (9c) und Jost Langerbeins (9a) mit ihren Stellvertretern Lisa Baumgart (9b) und Jonas Erdmann (9d) in der Altersgruppe I. Maike Krautschick (EF) und Ines Wilczek (EF) werden im nun folgenden Regionalwettbewerb für die Altersgruppe II antreten. Sie alle werden sich bald nach Bekanntgabe auf die für ganz Deutschland geltenden Debattenfragen des Regionalwettbewerbs vorbereiten, der erstmals am Dienstag, den 26. Februar, in einer Kooperation von den beiden Erkelenzer Gymnasien Cusanus und CBG ausgetragen wird.

Übersicht: 06.02.2019 Sieger des Schulwettbewerbes der Jahrgangsstufe 9 sind:
Henrik Müller (9c)
Jost Langerbeins (9a)
Lisa Baumgart (9b)
Jonas Erdmann (9d)

Quali-Rundenfrage: Soll privates Silvester-Feuerwerk verboten werden?
Finale: Soll bundesweit ein Hundeführerschein für Hundehalter eingeführt werden?

(Kpr)