Informationen zur Erprobungsstufe allgemein

Zuletzt aktualisiert: 30 September 2017

Ziele und Aufgaben der Erprobungsstufe

Die Klassen 5 und 6 bilden an den weiterführenden Schulen die Erprobungsstufe. Die Erprobungsstufe dient, wie es im Schulgesetz von 2005 heißt, der Erprobung, Förderung und Beobachtung der Schülerinnen und Schüler, um in Zusammenarbeit mit den Eltern die Entscheidung über die Eignung der Schülerinnen und Schüler für die gewählte Schulform sicherer zu machen oder gegebenenfalls zu korrigieren. Am Ende der Erprobungsstufe entscheidet die Klassenkonferenz nach intensiver Zusammenarbeit mit dem Elternhaus, ob die Schülerin oder der Schüler den Bildungsgang in der gewählten Schulform fortsetzen kann oder sollte. Ziel ist, dass die Schülerinnen und Schüler in angemessener Form ihre Fähigkeiten verwirklichen können.

Die Aufgaben der Erprobungsstufe sind damit:

  • vor dem Hintergrund der Lernerfahrungen in der Grundschule die Kinder in den ersten zwei Jahren an die Fächer und Lernangebote, Unterrichtsmethoden, Anforderungen sowie Überprüfungsformen des Gymnasiums heranzuführen,
  • die Schülerinnen und Schüler entsprechend ihrer Fähigkeiten zu fordern und zu fördern, sowie sie zu Leistungs- und Anstrengungsbereitschaft anzuleiten,
  • die Kompetenzen (auch im sozialen Miteinander) zu entwickeln und zu beobachten und
  • die Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten intensiv zu gestalten.


Wie setzen wir diese Ansprüche in die Tat um?

Das Cornelius-Burgh-Gymnasium gibt den neuen Schülerinnen und Schülern und ihren Eltern frühzeitig die Möglichkeit, Kontakt zur neuen Schule zu knüpfen. Dies geschieht beispielsweise durch den bewusst schülerorientiert gestalteten Tag der offenen Tür, durch den Schnupper-nachmittag Naturwissenschaften oder die Information zum Ganztag allgemein.
Nach vorheriger Absprache sind auch Unterrichtsbesuche vor dem Schulformwechsel möglich.
Am Ende des 4. Schuljahres findet ein erstes Zusammentreffen der neuen Klassen mit der neuen Klassenlehrerin oder dem neuen Klassenlehrer sowie den Mentoren statt.

Die neuen Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer der fünften Klassen sind erfahrene, engagierte Pädagogen. Sie unterrichten im Allgemeinen zwei Fächer, begleiten die Kinder zudem in der Freiarbeit und bleiben wichtige Bezugspersonen der Kinder. Wir sind für die Kinder (nicht zuletzt aufgrund kurzer Wege und der Überschaubarkeit der Schule) immer erreichbar und ansprechbar. Soziales Lernen, partnerschaftlicher Umgang miteinander haben keineswegs nur, aber gerade auch in den ersten Wochen bei uns einen hohen Stellenwert.
Gemeinsame Veranstaltungen wie Sportturniere, Lesewettbewerbe, Bastelnachmittage, Wandertage oder Klassenfeste fördern die Klassengemeinschaft. Regelmäßig betreuen, organisiert durch die SV, Mentorinnen und Mentoren aus den höheren Klassen die Kleinsten der Schule mit.
Gemeinsame Veranstaltungen mit Eltern und Kindern und Einbindung der Eltern bei schulischen Veranstaltungen sowie in der Erziehungs-arbeit sind selbstverständlich.
Wir bieten dazu frühzeitige und regelmäßige (auch informelle) Elternabende sowie Elternsprechtage an. Der Kontakt und der Erfahrungsaustausch mit den Eltern ist uns sehr wichtig.
Eltern und Kinder stehen, wenn der Wechsel aufs Gymnasium erfolgt, oft unter einem hohen Erwartungsdruck. Die Eltern sollten gelassen bleiben, wenn Umstellungsprobleme auftauchen oder sich der erwartete Schulerfolg nicht sofort einstellt. Sie sollten dann das Gespräch mit den Lehrerinnen und Lehrern suchen. Vor allem in der Übergangszeit ist es wichtig, das Kind intensiv zu begleiten. Die Eltern sollten an schulischen Dingen Anteil nehmen, mit dem Kind über Schulerlebnisse sprechen, darauf achten, dass es auch zu Hause zu einer vernünftigen Arbeitshaltung findet, aber auch genug Zeit zum Spielen bleibt.

Die Erprobungsstufe übernimmt eine Brückenfunktion zwischen Grundschule und Gymnasium. In der Grundschule erworbene Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten werden gefestigt und erweitert, gegebenenfalls werden unterschiedliche Lernvoraussetzungen ausgeglichen. Das Kollegium unserer Schule ist seit Jahren offen für neue Methoden, bei denen die Grundschule oft eine Vorreiterrolle gespielt hat. Die Freiarbeit ist ein Beispiel dafür. Sie ist eingebunden in ein Gesamtkonzept, bei dem nicht die reine Wissensvermittlung, sondern das eigenverantwortliche Arbeiten der Kinder und das Lernen des Lernens Leitbild sind. Die Selbstständigkeit der Kinder zu fördern, ist am Cornelius-Burgh-Gymnasium Teil der gymnasialen Bildung. Um die Zielsetzung und den Bildungsauftrag des Gymnasiums zu erfüllen, bieten wir  daher zusätzlich Förderkurse in deutscher Grammatik und Rechtschreibung und  Mathematik sowie Forderkurse in Englisch an. 
Schüler, die die zusätzlichen Englischstunden in der Erprobungsstufe belegt haben, können bei Eignung den bilingualen Zweig unserer Schule ab Jahrgang 7 wählen.

Um besser an die Arbeit der Grundschule anknüpfen zu können, stehen wir in regem Austausch mit den Grundschulen.  Dies geschieht beispielsweise durch  gegenseitige Unterrichtsbesuche, im Kooperationen im Fach Englisch oder durch regelmäßige Einladung der Grundschullehrerinnen und -lehrer unserer Kinder zum Erfahrungsaus-tausch nach den ersten Erprobungsstufenkonferenzen im Schuljahr.
Weiterhin nimmt das Cornelius-Burgh-Gymnasium am Pilot-Projekt Erkelenz des Regionalen Bildungswerkes des Kreises Heinsberg teil. Ein Themenschwerpunkt ist hier der Übergang von der Grundschule in die Sekundarstufe I. Im Rahmen dieses Projektes wird auch ein „Speed-Dating“ der Klassenlehrerinnen und -lehrer der aktuellen vierten und fünften Klassen zum informellen Informationsaustausch stattfinden.