Erfahrungen bei der Sommerakademie 2017

Zuletzt aktualisiert: 07 Juli 2017

CBG-Schüler Alexander Lukas aus der EF nahm an der diesjährigen Sommerakademie (Deutsche Schülerakademie) in Semmering teil. Seine Erfahrungen und Eindrücke schildert er in diesem Bericht...

Ich wurde von meiner Schule in diesem Jahr für die Deutsche Schülerakademie vorgeschlagen, was für mich eine große Ehre war. Mit einem Motivationsschreiben, in welchem ich dargelegt habe, warum ich gerne an der Akademie teilnehmen möchte, habe ich mich erfolgreich für einen Platz beworben. Danach wurden mir Dokumente von verschiedenen Akademien aus ganz Deutschland, Österreich oder auch anderen Ländern, wie z.B. Tschechien zugesandt: Diese bieten Kurse über den ganzen Sommer verteilt an. Ich konnte mir aus all den angeboteten Kursen dieser Akademien meinen Lieblingskurs auswählen. Zusätzlich sollte ich noch 4 weitere Kurse angeben, falls dieser nicht zustande gekommen wäre.

Der Kurs, den ich mir ausgewählt habe, hieß „Efficient Language Learning – How to master the art of learning foreign languages while having fun!“. Ich habe mich für diesen Kurs entschieden, weil ich bisher nur Englisch und Latein als Fremdsprachen in der Schule gelernt habe und ich gerne noch eine weitere Sprache lernen wollte: Spanisch. Dieser fand vom 22. bis zum 29. Juni in der Internationalen Sommerakademie in Semmering, Österreich statt. Wir waren 18 Leute, die 10 Sprachen gelernt haben: Spanisch, Italienisch, Französisch, Portugiesisch, Niederländisch, Chinesisch, Japanisch, Kroatisch, Tschechisch, Schwedisch. Neben diesem Kurs kamen in dieser Akademie noch fünf weitere Kurse zustande: Biologie, Raumfahrt, Rhetorik, Kryptologie und Mediendesign.

Ich bin am 21. Juni zusammen mit Ida (aus Meerbusch) und Tanja (aus Mönchengladbach) angereist: mit dem Flugzeug von Düsseldorf nach Wien und danach mit dem Zug nach Semmering. Das Jugendwohnheim bestand aus Dreier-Zimmern und auf jeder Etage mit einem Gesellschaftsraum. Direkt neben diesem ist eine Internatsschule, in der unsere Kurse auch stattgefunden haben.

Der Tagesablauf sah wie folgt aus: Frühstück gab es ab 7:30 Uhr. Von 8:30 Uhr bis 12 Uhr und von 15 bis 18 Uhr fand der Unterricht statt. Um 12 Uhr gab es Mittagessen und danach war Freizeit. Am Abend haben wir in den Gemeinschaftsräumen Spiele gespielt oder wie ich Skype-Konversationen geführt (dazu später mehr).

Unsere Kurslehrer hießen Anna und Michael. Anna kommt aus Tschechien. Beachtenswert ist, dass Anna erst 18 Jahre alt ist und schon 11 Sprachen auf unterschiedlichem Niveau spricht. Michael kommt aus Österreich und spricht 9 Sprachen. Der Kurs war darauf ausgelegt, dass wir jeder individuell und mit eigenen Methoden unsere gewünschte Sprache lernen. Die Kurssprache war Englisch. Die erste Stunde jeder Unterrichtseinheit nutzten unsere beiden Lehrer Anna und Michael für Präsentationen, z.B. mit dem Thema „Methodik“ oder „Vokabeln“. In den verbleibenden 2 Stunden haben wir für uns selber gelernt. Dabei wurde uns gelehrt, dass wir nur Vokabeln lernen sollten, die uns selber betreffen und zu denen wir eine emotionale Bindung haben. Das macht das Lernen einer neuen Sprache viel einfacher und mehr Spaß. Zusätzlich zu den Präsentationen hatten wir jeden Tag Methodik-Sessions in unseren Sprachgruppen. In meiner Spanischgruppe waren wir vier: Michael und Anna haben uns noch individuelle Tipps für Spanisch gegeben, z.B. welche Zeiten wir lernen sollten. Unser Kurs war stetig durch die App „Slack“ verbunden. Dort konnten wir jederzeit Fragen in die Gruppe stellen, die Anna und Michael uns auch außerhalb des Unterrichts beantworten konnten.

Um unser Gelerntes zu erweitern und auch anzuwenden, haben wir die Seite italki.com genutzt: Dort konnten wir uns für 2-3 Dollar (von der Akademie bezahlt) für eine halbe Stunde einen Native-Speaker-Lehrer buchen. Einer meiner Lehrer hieß Miguel aus Venezuela: In der ersten Stunde hat er mit mir die Aussprache des Alphabet geübt. Danach haben wir wichtige Verben durchgenommen, bevor wir zur Beschreibung von meiner Umgebung gekommen sind. Das war ein super Vorteil, den Anna und Michael auch selber nutzen, um Sprachen zu lernen. Zusätzlich nutzten wir auch die Website tandempartners.org: Auf dieser Website gab man seine Muttersprache an und die Sprache, die man gerne lernen wollte. Danach habe ich Leute gesucht, die zu mir passen und ich habe Alejandro aus Mexiko (25 Jahre alt) kennengelernt. Mit ihm hatte ich schon einige Skype-Sessions, in denen wir sowohl auf Deutsch als auch auf Spanisch Konversationen hielten. Dabei kann ich gut Kommunikation und Aussprache lernen.

Alles in allem war es für mich eine tolle Erfahrung. Ich habe die Basics von Spanisch fast komplett alleine gelernt und mir damit mein eigenes System zum Erlernen von Spanisch aufgebaut, welches ich noch weiter führen werde. Es war auch sehr interessant neue Leute kennenzulernen und Freundschaften zu schließen. Vielen Dank an das CBG und Frau Pippich für diese tolle Chance!

 

Alexander Lukas, EF