Radiofeatures im Informatik-Unterricht

Zuletzt aktualisiert: 21 Juni 2017

Radio-Features sind nur was fürs Radio, professionelle Sprecher und Tontechniker? Nein! Seit 2014 wird in den Informatik-Differenzierungskursen Jg. 8/9 eine Klausur durch den selbständigen Entwurf und der Entwicklung eines Radiofeatures ersetzt. Hier gibt es eine Kostprobe des besten Features im Schuljahr 2016/17...

Informatik-Lehrer Herr Terbrüggen, der das Projekt damals ins Leben rief, sieht gleich mehrere Vorteile: "Ein gutes Radio-Feature zu entwerfen ist natürlich eine Herausforderung an die Schülerinnen und Schüler. Aber ein Vorteil ist die unbändige Motivation und der Eifer, den die Schülerinnen und Schüler an den Tag legen. Zudem lernen sie gleich auf mehreren Ebenen: Sie müssen strukturiert planen, spielen ihre Kreativität aus. Für das Hauptthema des Radio-Features recherchieren sie nicht nur in der Breite, sondern vor allem in der Tiefe und lernen dabei eine Menge über informatische Inhalte. Nebenbei lernen sie den Umgang mit diverser Software, die für die Herstellung erforderlich ist und entwickeln Problemlösungen. Dabei ist eine solche Unterrichtssequenz direkt differenzierend: Je nach Kreativität, Fleiss und Fähigkeiten kommen die unterschiedlichsten Features dabei heraus. Am Ende steht sogar ein Produkt, das über den Kurs hinaus für jedermann zur Weiterbildung dient."

Im aktuellen Schuljahr wurde das Projekt im Jg.8 von Herrn Moll durchgeführt. Das beste Radio-Feature wurde von Sophie Karaskiwiecz und Felix Louven (beide Klasse 8) entwickelt. Jährlich wollen wir nun an dieser Stelle immer das beste Radio-Feature zum Download anbieten. Hier ist der diesjährige Link:

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Sophie und Felix haben zudem einen Beitrag zur Entwicklung Ihres "Sieger-Radiofeatures" hinzugefügt:

Die Idee kam uns ziemlich schnell, als wir über die Aufgabe nachdachten. Wir hören Beide gerne ab nd zu Radio. Uns schien die Idee eine Reportage zu schreiben sinnvoll, die sowohl informativ, als auch unterhaltsam ist. Wir wollten die Themen nicht einzeln erwähnen, sondern wir wollten sie intelligent miteinander verknüpfen, um so eine chronologische Ordnung zu schaffen. Trotzdem sollte es sowohl informativ als auch unterhaltsam sein. Wir mussten jetzt erstmal Informationen recherchieren. Wir dachten uns ein Namen aus und verpackten ihn in ein Logo (siehe Bild). 

Beim chronologischen Sortieren half uns unter anderem eine Dokumentation von N24, weil wir mit der Dokumentation wichtige Informationen ziemlich gut miteinander verknüpfen und eine richtige zeitliche Abfolge gewähren konnten.

Als wir uns daran wagten, die Aufnahmen für das Radiofeature zu machen, merkten wir recht schnell, dass es kein Kinderspiel sein würde, klar und deutlich in das Mikrofon zu sprechen.Oftmals mussten einzelne Wörter und Sätze wiederholt werden. Ganz viele Audiodateien mussten geschnitten oder pausiert und letzendlich zusammengesetzt werden. Mit Hilfe von GarageBand von Apple haben wir also die Fehler rausgeschnitten und durch die neuen Aufnahmen ersetzt. Das hat die meiste Zeit gekostet: immer wieder hören, zerteilen, löschen und zusammenfügen.

Danach kam das Hinzufügen der Musik, was uns nicht besonders leicht fiel. Oft mussten wir uns erst mal darauf einigen, welche Musik wir wählen und wie laut oder leise sie sein soll. Dabei kam uns ein großer Vorteil von GarageBand zu Gute. GarageBand hat sogenannten Loops, die man per „Drag and Drop“ auf eine Spur ziehen kann, dabei reicht die Auswahl von klassisch bis Pop. Wir haben uns letzendlich für viel Klavier-, Jazz- und Gitarrenmusik entschieden.

Es dauerte noch lange bis wir die Ideale Lautstärke gefunden hatten, so dass man die Stimmen noch hören kann, aber die Musik dennoch weit im Vordergrund steht, so dass man ein gewisses Ambiente schafft.

Das Radiofeature zu erstellen war sehr aufwändig, aber man kann trotzdem sagen, dass sich der Aufwand für diese tolle Erfahrung gelohnt hat.

 

Felix Louven, Sophie Karaskiwiecz